J*ASIAN (AT) Residenz

20 Jun 2023 - 14:50
29 Jun 2023 - 14:50
A city and a river shown through an open window. Eine Stadt und ein Fluß, die durch ein halboffenes Fesnter gezeigt werden.

Diaspora-Sehnsucht nach einem Leben, das wir nicht führen, nach Ländern, in denen wir anders markiert werden. Verbundenheit und gleichzeitig Disconnection spüren. Queer sein. Trans sein. Nicht-binär sein. Wir sein. Südostasiatisch sein — kolonialrassistisch geografisch gesehen oder äußerlich gesehen oder innerlich verspüren? Auf welchen Wegen kamen unsere Eltern „hier her“ und auf welche Spuren stoßen wir, wenn rassistische Leute in Deutschland zu uns sagen, dass wir „dahin zurück“ gehen sollen, wo wir „hergekommen“ sind? Welche Träume hatten und haben unsere verschiedenen Elternteile, die aus Việt Nam und ang Pilipinas durch Flucht, Kriege, Vertragsarbeit, Heiratsmigration und weitere Migrationswege nach West- und Ostdeutschland gekommen sind? Gemeinsames queeres diasporisches Leben heißt oft die Familie füreinander zu sein, die wir nie haben durften, und wir sprechen jene Fragen aus, für die unseren Eltern aus vielen Gründen die Worte fehlten: Welche Träume haben wir? Welche Schmerzen teilen wir? Wie heilen wir?

Diese Residenz findet statt im Rahmen des Pilotprojekts Residenzförderung Tanz. Showing am 29.6.23 um 19:30

Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa